Ihre Hypothek nach der Pensionierung - schützen Sie Ihr Zuhause im Ruhestand



Der Ruhestand stellt für viele einen lang herbeigesehnten Lebensabschnitt dar. Endlich hat man mehr Zeit für sich selbst, die Familie, Reisen, Hobbys oder einfach, um das eigene Zuhause zu geniessen. In dieser Phase kommen allerdings häufig neue finanzielle Fragen auf, vor allem in Bezug auf das Eigenheim.

Was passiert mit meiner Hypothek, wenn ich pensioniert werde? Reicht meine Rente, um die Finanzierung sicherzustellen? Soll ich mich jetzt – gerade im aktuellen Zinsumfeld – für eine Festhypothek oder eine SARON-Hypothek entscheiden?

Diese Fragen sind nicht nur berechtigt, sondern essenziell.

Warum kann Ihre Pensionierung zur Herausforderung für Ihre Hypothek werden?


Während der Erwerbsphase ist die Tragbarkeit der Hypothek meist kein Problem. Das Erwerbseinkommen ist stabil und genügend hoch, sodass die Tragbarkeit problemlos gewährleistet ist. Doch nach der Pensionierung ändert sich vieles. Die Renteneinkünfte aus AHV und Pensionskasse fallen in der Regel 30-40 Prozent tiefer als das bisherige Einkommen aus.

Viele wissen nicht, dass die Bank bei jeder Verlängerung der Hypothek überprüft, ob die Tragbarkeit noch gegeben ist. Dabei wendet die Bank folgende Richtlinien an:
  • Zinsbelastung: Die Bank rechnet nicht mit dem aktuellen Markzinssatz, sondern mit einem theoretischen Zinssatz von rund 5 % p.a., um auch steigende Zinsen abzufangen
  • Amortisation: Die Hypothek muss in der Regel bis auf zwei Drittel des Immobilienwertes amortisiert sein
  • Nebenkosten: Pauschal werden rund 1% des Immobilienwertes pro Jahr dazu gerechnet
Diese drei Positionen dürfen zusammen nicht mehr als ein Drittel Ihres frei verfügbaren Einkommens ausmachen. Wenn das Renteneinkommen im Vergleich zum bisherigen Erwerbseinkommen tiefer ausfällt, ist die Tragbarkeit unter Umständen nicht mehr gewährleistet und somit die Finanzierung durch die Bank gefährdet. Dies kann dazu führen, dass eine weitere Amortisation oder zusätzliche Sicherheiten verlangt werden oder im schlimmsten Fall die Hypothek nicht mehr erneuert wird.

Wie minimiere ich Risiken in meiner Finanzierung?


Mit einer rechtzeitigen und vorausschauenden Planung lassen sich diese Herausforderungen meistern. Wer seine Hypotheken rechtzeitig überdenkt – idealerweise fünf bis zehn Jahr vor der Pensionierung – kann gezielt Massnahmen treffen, um die Finanzierung langfristig zu sichern.

1. Hypothek und Tragbarkeit analysieren

Prüfen Sie gemeinsam mit einer Fachperson, wie Ihre aktuelle Finanzierung aussieht. Dabei sollten folgende Fragen im Zentrum stehen:
  • Wie hoch ist meine Hypothek im Verhältnis zum aktuellen Wert meiner Immobilie?
  • Wie verändert sich die Tragbarkeit mit dem Eintritt ins Rentenalter?
  • Gibt es Reserven oder Möglichkeiten, die Belastung, wenn nötig, zu reduzieren?

2. Amortisationen planen

In der Regel verlangt die Bank, dass die Hypothek bis zum Pensionierungsalter bis 66% des Belehnungswertes amortisiert wird. Um die Tragbarkeit zu verbessern, kann eine weitere Teilamortisation sinnvoll sein. Zum Beispiel kann die Hypothek mit Geldern aus der 3. Säule oder einem (teilweisen) Pensionskassenbezug reduziert werden.


3. Steuerbelastung optimieren

Viele Rentnerinnen und Rentner nutzen das Einsparpotenzial durch gestaffelte Alterskapitalbezüge nicht optimal aus. Durch die richtige Planung von Pensionskassenbezügen, Bezügen von Geldern aus der 3. Säule oder einem AHV-Aufschub lässt sich die Tragbarkeit ebenfalls verbessern und die Gesamtsituation steuerlich oft zusätzlich optimieren.

4. Alternativen prüfen

Wenn die Tragbarkeit zur Herausforderung wird, kann man über andere Möglichkeiten nachdenken. Eine Option wäre zum Beispiel, die Liegenschaft an die Nachkommen zu übertragen und sich gleichzeitig ein (lebenslanges) Wohnrecht zu sichern.


Festhypothek oder SARON-Hypothek – welche passt nach der Pensionierung?

 

Die Wahl des passenden Hypothekarmodells ist ebenfalls sehr wichtig. Nach Jahren mit rekordtiefen Zinsen hat sich der Markt verändert, mit der Folge, dass viele Eigentümerinnen und Eigentümer unsicher sind, welche Lösung langfristig die bessere ist. Die Antwort auf diese Frage ist nicht eindeutig. Aus rein finanzieller Sicht waren Geldmarkthypotheken (SARON-Hypotheken) in den letzten Jahren am günstigsten. Doch es gibt weitere Faktoren, die bei der Wahl der Hypothek berücksichtigt werden sollten.

 

Hier die beiden Modelle im Überblick:

Vergleich Festhypothek und SARON-Hypothek

Kombination als optimale Lösung

In der Praxis kann auch eine Kombination beider Modelle sinnvoll sein; zum Beispiel die Aufteilung in 50% Festhypothek und 50% SARON-Hypothek. So können Sie den einen Teil langfristig absichern, bleiben mit dem anderen Teil gleichzeitig flexibel und können auf Veränderungen im Zinsumfeld reagieren. Gerade für Pensionierte kann diese Strategie eine gute Balance zwischen Sicherheit und Flexibilität darstellen.

SARON-Hypotheken können auch kurzfristig abbezahlt werden, ohne dass Vorfälligkeitsentschädigungen zu bezahlen sind. 


Wie sich das Zinsumfeld auf Ihre Entscheidung auswirkt
Im September 2025 hat die Schweizerische Nationalbank den Leitzinssatz unverändert bei 0 Prozent belassen. Somit sind die Hypothekarzinsen historisch gesehen wieder auf einem sehr tiefen Niveau.

Im aktuellen Umfeld lohnt sich deshalb eine genaue Analyse:
  • Wer kurzfristig denkt, könnte mit einer SARON-Hypothek sparen, wobei das Potential für weitere Zinssenkungen ausgeschöpft ist.
  • Wer langfristig Ruhe und Gewissheit bezüglich der Kosten der Hypothek sucht, fährt mit einer Festhypothek besser und kann diese aktuell zu guten Konditionen abschliessen.

  • Emotionale Sicherheit zählt genauso wie finanzielle
    Die Entscheidung für ein Hypotheken-Modell ist nicht nur eine finanzielle – sie ist auch zutiefst emotional. Das eigene Zuhause ist einer der wichtigsten Orte im Leben. Es ist typischerweise gefüllt mit Erinnerungen und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit und Unabhängigkeit.

    Umso wichtiger ist es, dass die Finanzierung auch im Ruhestand stabil und tragbar bleibt. Niemand sollte sich Sorgen machen müssen, das Eigenheim aufgrund formaler Kriterien verkaufen zu müssen. Eine gute Beratung berücksichtigt daher nicht nur «nackte Zahlen», sondern auch Ihre Lebensplanung, Ihre Wünsche und Ihre persönliche Risikofähigkeit.

So gehen Sie am besten vor


Starten Sie frühzeitig mit der Planung ihrer nächsten Lebensphase – idealerweise 5 bis 10 Jahre vor Ihrer Pensionierung. Schaffen Sie Transparenz, indem Sie sich alle Kosten, Zinsmodelle und Tragbarkeitsszenarien klar aufzeigen lassen. Schauen Sie nicht nur auf den Zinssatz; der günstigste Zins ist nicht immer die beste Lösung für Sie. Stabilität, Flexibilität und Lebensqualität zählen ebenso.

Holen Sie sich eine unabhängige Beratung bei Unsicherheiten. So kann Ihre persönliche Situation ganzheitlich betrachtet werden. Eine externe Sichtweise kann Horizonte öffnen.

Wie kann die Asio Finanz AG Sie unterstützen?


Wir wissen, dass hinter jeder Hypothek eine Lebensgeschichte steckt. Unser Ziel ist es, Ihnen die Sicherheit zu geben, dass Sie Ihr Zuhause auch nach der Pensionierung sorglos geniessen können.

Wir begleiten Sie persönlich und individuell – von der Analyse Ihrer heutigen Hypothek bis zur massgeschneiderten Lösung für die Zeit nach dem Erwerbsleben.

Unsere Leistungen für Sie:
  • Ganzheitliche Hypothekenberatung vor und auch nach der Pensionierung
  • Pensionierungsplanung und Tragbarkeitsberechnung auf Basis Ihrer künftigen Renten
  • Unterstützung bei Amortisations- und Steueroptimierungsstrategien
  • Langfristige Begleitung – auch nach dem Abschluss Ihrer Hypothek

  • Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Gespräch.
Asio Finanz AG

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