Wie minimiere ich Risiken in meiner Finanzierung?
Mit einer rechtzeitigen und vorausschauenden Planung lassen sich diese Herausforderungen meistern. Wer seine Hypotheken rechtzeitig überdenkt – idealerweise
fünf bis zehn Jahr vor der Pensionierung – kann gezielt Massnahmen treffen, um die Finanzierung langfristig zu sichern.
1. Hypothek und Tragbarkeit analysieren
Prüfen Sie gemeinsam mit einer Fachperson, wie Ihre aktuelle Finanzierung aussieht. Dabei sollten folgende Fragen im Zentrum stehen:
- Wie hoch ist meine Hypothek im Verhältnis zum aktuellen Wert meiner Immobilie?
- Wie verändert sich die Tragbarkeit mit dem Eintritt ins Rentenalter?
- Gibt es Reserven oder Möglichkeiten, die Belastung, wenn nötig, zu reduzieren?
2. Amortisationen planen
In der Regel verlangt die Bank, dass die Hypothek bis zum Pensionierungsalter bis 66% des Belehnungswertes amortisiert wird. Um die Tragbarkeit zu verbessern, kann eine weitere Teilamortisation sinnvoll sein. Zum Beispiel kann die Hypothek mit Geldern aus der 3. Säule oder einem (teilweisen) Pensionskassenbezug reduziert werden.
3. Steuerbelastung optimieren
Viele Rentnerinnen und Rentner nutzen das Einsparpotenzial durch gestaffelte Alterskapitalbezüge nicht optimal aus. Durch die richtige Planung von Pensionskassenbezügen, Bezügen von Geldern aus der 3. Säule oder einem AHV-Aufschub lässt sich die Tragbarkeit ebenfalls verbessern und die Gesamtsituation steuerlich oft zusätzlich optimieren.
4. Alternativen prüfen
Wenn die Tragbarkeit zur Herausforderung wird, kann man über andere Möglichkeiten nachdenken. Eine Option wäre zum Beispiel, die Liegenschaft an die Nachkommen zu übertragen und sich gleichzeitig ein (lebenslanges) Wohnrecht zu sichern.